Sonntag, 5. März 2023

Dampfmaschinen bei der Feuerwehr und Geologie der Rothstein-Formation

 Freitag den 03. März 2023. Feuerwehrhistorie und Geologie. Breiter konnten die Themen eines Heimatabend des Finsterwalder Heimatkalenders wohl nicht auseinander liegen. Doch Vereins-Chef Manfred Rothe gelang das Kunststück diese unter einen Hut zu bringen.

Von mobilen Dampfpumpen bei den Feuerwehren in Brandenburg

Vor den Publikum im Vereinskeller der Finsterwalder Gaststätte Altnaundorf, führte Vereinsmitglied Hans-Dieter Unkenstein durch die Geschichte der Feuerwehr-Dampfpumpen. Trotz insgesamt schmaler Datenlage, gelang ein spannender Abend.

Hans-Dieter Unkenstein bei seinem Vortrag zu historischen Dampfpumpen der Feuerwehren.
„Feuerwehren waren schon immer innovativ“, stellte Hans-Dieter Unkenstein zum Beginn des Heimatabend fest. Und das bewies er mit einem historischen Ausflug in die Feuerwehrvergangenheit recht schnell. Denn das wichtigste Element was Feuerwehren brauchten, war immer Wasser. Das musste in der Vergangenheit mit viel Muskelkraft heran und dann auf das Feuer befördert werden. So war die Einführung der mobilen Dampfmaschinen in die Feuerwehrtechnik des 19. Jahrhunderts nur eine Frage der Zeit.
Übersicht über Vorkommen von Dampfpumpen bei Feuerwehren in Brandenburg.
Mit der Einführung von Benzin- und Dieselpumpen schien die Geschichte in den Zwanziger Jahren ihr Ende zu finden. Doch der 2. Weltkrieg sorgte noch einmal für eine kurze Renaissance der Dampftechnik.
Reizvolles Exemplar eine Feuerwehr-Dampfpumpe in Tschechien.
Heute haben diese beeindruckenden Maschinen viele Bewunderer gefunden. Bilder von einem tschechischen Feuerwehr-Dampftreffen zeigen eine höchst eifrige Fangemeinde in Europa.
Treffen der Feuerwehr-Dampfpumpen Fans in Tschechien.

Neuigkeiten zur Geologischen Forschung des Finsterwalder Heimatkalenders

Zum Schluss gab Volker Kock einen kurzen Einblick in den Stand der geologischen Forschung des Finsterwalder Heimatkalenders zur Rothstein-Formation. Bei Recherchen in den digitalen Bibliotheken mehrerer Universitäten in den USA, sind Aufsätze deutscher Geologen zum Fischwasser-Quarzit und den Grauwacken des Rothsteiner Felsen aufgetaucht. Diese konnten vor Ort überprüft werden. Kleine Sensation dabei: Während die aktuelle Geologie in Brandenburg nur zwei natürliche Fundstellen der seltenen Grauwacken-Melange kennt wurde anhand der neuen Unterlagen eine dritte und vierte natürliche Fundstelle wiederentdeckt.
Foto der natürlichen Fundstelle Nummer vier der Rothstein-Formation.
Volker Kock ließ eines der Fundstücke, einen stark verkieselten Grauwacke-Sinter herum reichen. Eine halbe Milliarde Jahre Erdgeschichte gingen durch die Hände der Anwesenden. 
Verkieselte Grauwacke-Melange aus der Rothstein-Formation.

Neben dem Überblick über die Forschung der jüngsten Vergangenheit zur Rothstein-Formation gab es neue Erkenntnisse zur Datierung der Gesteine.

Über das Ganze soll es noch einen Vortrag geben und einen Aufsatz im Finsterwalder Heimatkalender.